Wurzelkanalbehandlung – Endodontie – Bioimplantat

Die Wurzelkanalbehandlung ist ein wichtiger Teil der klassischen Zahnerhaltung. Sie gilt als letzter Versuch einen Zahn zu retten. Heute können wir einen neuen erfreulichen Trend feststellen, der sich mit der Weiterentwicklung der Materialien noch vertärken wird. Dabei geht es nicht mehr in erster Linie darum, den Zahn als Struktur zu retten, sondern dessen Leben. Wir sind in dieser Beziehung am Puls der Zeit. So lassen sich Wurzelkanalbehandlungen vermeiden und damit fallen auch die relativ hohen Kosten weg. Egal wie man es betrachtet … das ist einfach top. Ermöglicht wird dies in erster Linie durch die Verwendung von Kalziumsilikaten. Unser Zahnarzt Dr. Kardshew hat in seiner Doktorarbeit bereits im Jahr 2002 auf diese Möglichkeit hingewiesen. 15 Jahre später sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem die Rettung des Lebens vieler Zähne wahr wird und durch wissenschaftliche Daten belegt ist.

Früher wurden abgestorbene oder im Inneren mit Bakterien infizierte Zähne meist gezogen. Im Laufe der Jahrzehnte hat es sich erwiesen, dass die Wurzelkanalbehandlung ein besonderes Kapitel darstellt. Wenn die Desinfektion des Zahninneren nicht 100%ig gelingt, dann ist dies per se als Misserfolg zu werten, auch wenn es der Patient nicht merkt. Die Stoffwechselprodukte der verbliebenen Bakterien sind eher giftig und wirken über Jahre. Ausserdem könne sie in den Organismus gelangen und andere Erkrankungen verursachen. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Auswirkungen diskutiert, wie z.B. chronisch latente Blutvergiftungen und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

In der Ganzheitlichen Zahnmedizin gelten Wurzelkanalbehandlungen (mumifizierte Zähne) allgemein als ungesund.

Aus unserer Sicht ist diese Betrachtung nicht absolut zutreffend. Wir sind der Ansicht, dass eine Keimfreiheit des Zahninneren den Zahn zum perfekten „Bio-Implantat“ werden lassen, denn Zähne haben im Gegensatz zu Schraubenimplantaten eine geniale hydraulische Federung. Die Natur hat diesbezüglich eindeutig die Nase vorn 😉 Alternativmedizinische Test können solche Zähne mit gelungener Wurzelkanalbehandlung auch nicht aufspüren.

In unserem Verständnis der Ganzheitlichkeit gibt es also eine eindeutige Abgrenzung zwischen keimfrei und günstig für das Wohlbefinden einerseits und infiziert mit nicht genau abzuschätzender negativer Auswirkung.

Um die Erfolgsquote der Wurzelkanalbehandlungen zu maximieren schöpfen wir das heute verfügbare Wissen und die technischen Möglichekeiten in diesem Zusammenhang voll aus.

Computerassistierte Längenbestimmungen in Kombination mit dem modernsten verfügbaren Feilensystem, dass eine nahezu perfekte Aufarbeitung des Zahnes erlaubt führen unserer Erfahrung nach in fast allen Fällen zur Erreichung von Verhältnissen die eine vollständige Desinfektion / Säuberung des Zahninneren erlauben. Die Füllung wird je nach Situation mit verschiedenen Materialien von absolut biokompatibel über adhäsiv bis zu antibakteriell realisiert.

Ob ein wurzelkanalbehandelter Zahn besser als ein Implantat ist, kann nicht in allen Fällen eindeutig beantwortet werden, sollte jedoch bereits eine Parodontose bestehen oder bestanden haben, ist sie jedoch die prognostisch bessere Lösung. Prof. Salvi von der Universität Bern hat dies in seiner Arbeit eindeutig nachweisen können.

Wenn Sie Bedenken bzgl. einer bereits bestehenden oder noch auszuführenden endodontischen Behandlung haben, dann stehen unsere Zahnärzte mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Verfügung.